(SG) Familie in Solinger Wohnung tot aufgefunden
- Bergische Blaulichtnews
- vor 7 Stunden
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Nachbarn alarmierten am Montagmittag die Feuerwehr, nachdem aus einer Wohnung an der Düsseldorfer Straße ein starker, ungewöhnlicher Geruch wahrgenommen worden war. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Geruchsbelästigung bereits auf der Straße vor dem Gebäude deutlich wahrnehmbar.
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eine hilflose Person in der Wohnung befand, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zu den Räumlichkeiten. In der Wohnung fanden sie den Leichnam einer Frau. Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich dabei um die Mieterin der Wohnung handeln. Die Frau soll bereits seit mehreren Wochen verstorben gewesen sein.
Im weiteren Verlauf informierten Nachbarn die Einsatzkräfte darüber, dass auch der schwerbehinderte Sohn der Frau in dem Gebäude leben beziehungsweise dort aufhältig sein müsse. Bei der anschließenden Suche wurde im Gebäude eine weitere männliche Leiche aufgefunden. Nach aktuellem Ermittlungsstand dürfte es sich hierbei um den Sohn der verstorbenen Frau handeln.
Die abschließende Identifizierung der beiden Leichname steht nach Angaben der Polizei noch aus. Hinweise darauf, dass es sich bei den Verstorbenen um andere Personen als die beiden dort lebenden Menschen handeln könnte, liegen derzeit jedoch nicht vor. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ergaben sich nach bisherigen Erkenntnissen ebenfalls nicht.
Nach derzeitiger Einschätzung der Ermittler ist es möglich, dass die Frau zunächst in ihrer Wohnung verstarb und sich anschließend niemand mehr um ihren schwerbehinderten Sohn kümmern konnte. In der Folge könnte auch der Sohn verstorben sein. Die genaue Todesursache und der zeitliche Ablauf sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Besonders tragisch ist, dass die Nachbarn nach eigenen Angaben seit mehreren Wochen keinen Kontakt mehr zu der Familie hatten. Sorgen habe sich bis zum heutigen Tag offenbar niemand gemacht. Erst der außergewöhnlich starke Geruch, der aus der Wohnung drang und schließlich auch außerhalb des Gebäudes wahrnehmbar war, führte dazu, dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.










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