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(SG) LKW drohte umzukippen - stundenlanger Großeinsatz von Polizei und THW

  • Bergische Blaulichtnews
  • 18. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Ein stundenlanges Verkehrschaos rund um die Kreuzung Schlagbaum verursachte am Mittwochnachmittag ein 38 jähriger LKW-Fahrer. Ein Zeuge meldete bereits auf der A1 einen LKW, dessen Auflieger sich erheblich zur Seite geneigt hatte und dessen Ladung bereits die Plane nach außen drückte. Die Autobahnpolizei rückte an, konnte jedoch aufgrund der weiten Anfahrt einige Zeit nicht zum Lastwagen aufschließen.


Der LKW-Fahrer fuhr von der A1 auf die A46 und im weiteren Verlauf auf die L74 in Richtung Solingen. Auf der Kuller Straße konnten Polizisten das Fahrzeug dann an der Kreuzung Schlagbaumer Straße stoppen und einer kontrollieren. Der komplette Auflieger neigte sich dabei bereits erheblich auf die linke Seite und drohte umzustürzen, weshalb die Polizeilkräfte sofort die Fahrspuren in Richtung Mangenberg sperrten. Da die Feuerwehr und auch ein Abschleppunternehmen keine Möglichkeiten zur Beseitigung hatten rückte das Technische Hilfswerk aus Solingen an.


Zunächst wurde das Fahrzeug von der rechten Seite mit Stahlseilen aufgerichtet und stabilisiert bevor Helferinnen und Helfer des THW bis in die späten Abendstunden per Hand rund 4,5 Tonnen Ladung verteilt auf rund eintausend einzelne Pakete auf ein Ersatzfahrzeug umräumten. Nachdem Teile der verrutschten Ladung entfernt waren blieb dass Fahrzeug aufrecht stehen und konnte mit Begleitung von der Polizei und des THW zur Spedition in Solingen-Merscheid begleitet werden.


Besonders kurios: Rund 9.000 Kilometer hatte der 38 jährige polnische Trucker von China bis nach Solingen bereits zurückgelegt - die letzten 5 km fanden jedoch mit der Kontrolle und dem Großeinsatz ein unerwartetes Ende. Der Wagen war mit rund 20 Tonnen kleiner Powerbanks für den deutschen Handel beladen, welche in einzelnen kleinen Kartons auf der Ladefläche standen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte eine Ladungssicherung nicht ausreichend stattgefunden und der Fahrer die weite Strecke nur mit Glück ohne Vorkommnisse absolviert. Gegen 22:30 Uhr war der Einsatz vor Ort beendet.



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