top of page

(W) Einsturzgefahr in Mehrfamilienhaus

  • Bergische Blaulichtnews
  • vor 12 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Am Samstagnachmittag (05.09.2026) meldeten Anwohner eines Mehrfamilienhauses aus der Gründerzeit, dass die Decke in einem Zimmer im Erdgeschoss eingestürzt sei. Mitarbeitende des Ordnungsamtes eilten daraufhin umgehend in das Quartier „Rott“. Auch zahlreiche Einheiten der Feuerwehr rückten zu dem Gebäude an der Eichenstraße aus.


Vor Ort zeigte sich ein erhebliches Schadensbild: In der Decke klaffte ein großes Loch, auch die darunterliegenden tragenden Holzteile wiesen massive Schäden auf. Unverzüglich wurden alle neun Bewohner des Gebäudes evakuiert und der Gefahrenbereich abgesperrt. Zudem wurde das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Baufachberater hinzugezogen. Eine Familie musste durch die Stadt vorübergehend in einer Notschlafstelle untergebracht werden. Die übrigen Bewohner kamen zunächst bei Freunden oder Angehörigen unter.


Einheiten des THW rückten aus Wuppertal und Wetter an.
Einheiten des THW rückten aus Wuppertal und Wetter an.

Tragende Holzbalken des Gebäudes waren – vermutlich infolge eines Wasserschadens – derart stark beschädigt, dass eine akute Einsturzgefahr der Decke zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss festgestellt wurde. Weitere THW-Einheiten rückten an und stützten die beschädigten Bauteile ab. Anschließend konnten weitere Teile der Decke geöffnet werden, um die übrige Gebäudestruktur genauer zu begutachten. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Schäden glücklicherweise auf die unmittelbar betroffenen Wohnungen beschränkten und das restliche Gebäude standsicher war.


Bereits in einer frühen Phase der Erkundung wurde an den Holzbalken ein gesundheitsgefährdender Pilzbefall festgestellt. Die Einsatzkräfte mussten deshalb bei den weiteren Arbeiten Schutzanzüge und Atemschutzmasken tragen. Feuerwehreinsatzleiter Sven Geßner-Lehmkuhl erklärte am Abend: „Wir müssen unsere Einsatzkräfte schützen und gehen daher nur unter besonderen Schutzmaßnahmen vor, da der Pilz für den menschlichen Organismus schädlich ist.“


Nach rund neun Stunden war der Einsatz so weit abgeschlossen, dass ein Großteil der Hausbewohner in seine Wohnungen zurückkehren konnte. Lediglich die Mieter der unmittelbar vom Schaden betroffenen Wohnungen dürfen bis auf Weiteres nicht zurückkehren. Für diese Bereiche wurde aufgrund der weiterhin bestehenden Einsturzgefahr ein Betretungsverbot ausgesprochen.



Kommentare


bottom of page